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Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2022

Viele aktive Metaller*innen bei bunter Tarifdemo in Landau

08.10.2022 | Eindrucksvoll, kreativ und lautstark haben am 7. Oktober rund 2.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie unmittelbar vor der zweiten Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe ihrer Forderung nach 8 Prozent mehr Einkommen Nachdruck verliehen. Es beteiligten sich Aktive aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Ralf Köhler, Bevollmächtigter der IG Metall Landau und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron konnten die zahlreichen Teilnehmer begrüßen.

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Aus diesem Grund machten sich die Pfälzer Kolleginnen und Kollegen u.a. aus den Betrieben Daimler Truck Werk Wörth, GLC Germersheim, Webasto Schaidt, Eberspächer Catem Herxheim, Tenneco Edenkoben, auf den Weg zum Ort der Verhandlungen in Landau. Dort konnten sie mit vielen anderen Gewerkschaftsmitgliedern aus den IG Metall Geschäftsstellen Ludwigshafen-Frankenthal und Kaiserlautern eindrucksvoll Stimmung für die zwingend notwendige Erhöhung der Entgelte machen.

Thomas Zwick, Betriebsratsvorsitzender des Daimler Truck Werkes Wörth, machte in seinen Ausführungen deutlich, dass ein gutes Ergebnis nicht selbstverständlich ist und zwingend durch die organisierten Belegschaften erstritten werden muss. Das Wichtigste bleibt: Nur gemeinsam und mit breiter Beteiligung können wir erfolgreich sein. Solidarität gewinnt!

Die Arbeitgeber der Mittelgruppe hatten den 380.000 arbeitenden Menschen in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erneut nichts anzubieten.

Jörg Köhlinger, IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer, kann die Blockadehaltung der Arbeitgeber nicht nachvollziehen. „Das Verhalten der Arbeitgeber wird der herausfordernden Situation nicht gerecht. Wenn nichts vorgeschlagen wird und keine Ideen zur Problemlösung vorhanden sind, kann letztlich auch kein Kompromiss gefunden werden. Diese Haltung der Arbeitgeber macht unsere Leute nur noch wütender. Die Energiekosten für die Verhandlung hätten wir durchaus einsparen können.“

Die IG Metall sieht, dass neben den Beschäftigten auch die Arbeitgeber von den stark gestiegenen Energiekosten betroffen sind. Drei von vier Betrieben können ihre Kosten nach Aussage von Betriebsräten und IG Metall-Tarifkommissionsmitgliedern aber an ihre Kunden ganz oder teilweise weitergeben. Das ist den Beschäftigten nicht möglich. Zudem erwecken die Arbeitgeber den Eindruck, dass die Entlastungspakete der Bundesregierung die Unternehmen nicht berücksichtigten. Das Gegenteil ist richtig: Arbeitgeber und Verbraucher profitieren von der Gaspreisbremse. 

Die nächste Verhandlung findet am 27. Oktober statt. 

Von: as

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