Aufruf zur Kundgebung am 16. Juni bei Daimler Wörth

Konflikt um Zielbild und Zukunft des Daimler LKW-Werks Wörth

  • 15.06.2021
  • Aktuelles, Betriebe

Es rappelt und zwar kräftig! Der Konflikt um die künftige Ausrichtung des Standortes des Daimler LKW-Werks Wörth ist nach mehreren Verhandlungen offensichtlich. In den nächsten Wochen entscheidet sich, wo zukünftig neue Elektro- und Wasserstoff-LKW in Serie gebaut werden - in einem neuen Werk in Osteuropa oder hier am Standort Wörth. Die Unternehmensleitung versucht massiv Druck auf die Arbeitnehmer und ihre Interessenvertreter auszuüben, um möglichst hohe Einsparungen zu Lasten der Beschäftigten umzusetzen. Diese Art der Erpressung lassen wir uns nicht gefallen!

Das hat nichts mit Anstand oder sozialer Verantwortung zu tun! Bei solchen Ansagen ist eine kernige Reaktion der Mannschaft fällig. Ja, wir wollen und brauchen die erforderlichen Investitionen in neue und zukunftsfähige Technologien und eine hohe eigene Wertschöpfungstiefe hier in Wörth. Wir sind bereit zur Qualifizierung und werden uns gern anspruchsvolleren Aufgaben stellen. Und wir sind schon heute sehr flexibel - Schichtverlängerung, Mehrarbeit, Zeitkonten, Leiharbeit, Flexi-Einsatz, Ferienbeschäftigte - was denn noch? Was wir brauchen, sind verlässliche, faire Arbeitsbedingungen, die nicht krankmachen und Entwicklungsperspektiven sowie Sicherheiten beinhalten.

Wir werden dem Management gemeinsam zeigen, dass wir eine Belegschaft sind, auf die man bauen und mit der man erfolgreich die Zukunft gestalten kann. Denn "Solidarität gewinnt!"

-->  Deswegen rufen wir die Belegschaft am Mittwoch, 16. Juni, je zu einer Kundgebung in Früh- und Spätschicht auf, um die Weichen für die Zukunft am Standort Wörth richtig zu stellen.

Finger weg vom Tarifvertrag und sozialer Sicherung!
Zukunft JA—Erpressung NEIN!
Jetzt ist die Zeit zum Handeln!

Mit solidarischen Grüßen
Ralf Köhler, Bevollmächtigter IG Metall Landau