28.01.2026 | Am Mittwochmorgen fand bei Riwald Electronics Recycling GmbH in Lustadt ein Warnstreik statt, an dem sich alle anwesenden Beschäftigten beteiligten. Am Standort arbeiten rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Unser Arbeitgeber ist nicht einmal in der Lage, wirtschaftliche Kennzahlen zum Standort zu nennen. Klar ist uns aber, dass wir aufgrund der massiv gestiegenen Rohstoffpreise und unserer Vollauslastung profitabel sind. Wir brauchen dringend eine deutliche Entgeltsteigerung, um unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort zu halten. Wir müssen als Arbeitgeber endlich wieder attraktiv werden, um Nachwuchskräfte zu generieren. Zu den jetzigen Löhnen bewirbt sich bei uns niemand.“, sagt André Köhler, Betriebsratsvorsitzender bei Riwald in Lustadt.
Hintergrund des Arbeitskampfes sind die aktuell laufenden Tarifverhandlungen. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot des Unternehmens aus der ersten Verhandlungsrunde am Dienstag bezeichnete IG‑Metall-Verhandlungsführer Philipp Nerger als unzureichend. Vorgesehen seien demnach lediglich eine Lohnerhöhung von einem Prozent im ersten Jahr sowie 1,5 Prozent im zweiten Jahr.
Zusätzlich bestehe Uneinigkeit über eine von der Arbeitgeberseite geplante Betriebsvereinbarung. Für die nächste Verhandlungsrunde am kommenden Montag erwartet die Gewerkschaft eine deutliche Verbesserung des Angebots, so Philipp Nerger.