Wir sind am neuen Standort für Euch da!

Herzlich Willkommen bei der IG Metall in Landau

  • 01.06.2021
  • Aktuelles, Betriebe

Herzlich Willkommen im neuen Büro der IG Metall in der Paul-von-Denis-Str. 7 in 76829 Landau. Wir sind Montag bis Freitag jeweils 9:00 bis 12:00 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 13:00 bis 16:30 Uhr für unsere knapp 15.000 Mitglieder, Gäste und Partner da. Gern vereinbaren wir auch gesonderte Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Heute informieren wir über ausgewählte aktuelle Handlungsfelder in den über 30 betreuten Betrieben unserer Geschäftsstelle. Zusätzlich bereiten wir in weiteren Firmen die erstmalige Wahl von Betriebsräten vor.

Daimler LKW Werk in Wörth:
Es laufen Verhandlungen über das sogenannte „Zielbild“ des Standortes. Betriebsrat und IG Metall fordern die konsequente Ausrichtung des Werkes auf zukunftsträchtige Batterie- und Wasserstoff-Technologien. Dazu gehören neben den erforderlichen Investitionen, die weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Sicherung der Beschäftigung und die stärkere Berücksichtigung von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Arbeitgeber fordern im Gegenzug noch mehr Flexibilität und weitere Kosteneinsparungen. Da sind Konflikte vorprogrammiert.

Ardagh in Haßloch:
Betrieb ist voll ausgelastet, Geschäftszahlen sind hervorragend. Teilweise Probleme qualifiziertes Personal zu finden. Trotzdem keine Bereitschaft die Ausbildung aufzubauen, obwohl in absehbarer Zeit viele Kolleg*innen in Rente gehen. Konflikt um tarifliche Freistellungsansprüche, der jetzt vor dem Landesarbeitsgericht geklärt wird. Das Klima zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung hat sich den vergangenen 2 Jahren deutlich verschlechtert.

Berger Metallwaren in Berg:
Die Auftragslage ist aktuell sehr gut. Modernisierungen sind für Anfang nächsten Jahres geplant. Der Konzern Ringmetall ist auf Expansionskurs. Allerdings ist die Situation zwischen Betriebsrat und Arbeitgeberseite schlecht. Die Mitbestimmung wird offensichtlich auf allen Ebenen abgelehnt. Folgen sind vielfach schlechte Arbeitsbedingungen und ein niedriges Lohnniveau. Die Konflikte belasten das Betriebsklima ganz erheblich.

Kardex in Bellheim:
Der aktuelle Schwerpunkt liegt in der geplanten neuen Struktur der Kardex Produktion Deutschland GmbH durch Aufteilung in eigenständige GmbHs. Betriebsrat und IG Metall sind wachsam und achten darauf, dass keine Nachteile für die Beschäftigten entstehen.

Tenneco in Edenkoben:
Aktuell sollen einige Arbeitsinhalte zu anderen Standorten verlagert werden, um die Umsatzverluste durch gesunkene Kundennachfragen zu kompensieren. Personelle Maßnahmen werden – sofern die Arbeitnehmer*innen das Angebot annehmen – durch interne Versetzungen aufgefangen. Hiermit verbunden sind teilweise drastische Entgeltverschlechterungen. Zusätzlich gibt es ein Freiwilligenprogramm mit Aufhebungsangeboten. Ziele der IG Metall sind eine möglichst hohe Beschäftigungssicherung und Erhalt der Tarifbindung.

Thyssenkrupp MPE in Wörth:
Geplante Werkschließung wurde für Mitte 2023 angekündigt. Eine Teilverlagerung nach Mannheim für ca. 35 Beschäftigte ist geplant. Damit ist der Abschluss eines Interessensausgleichs und Sozialplans notwendig. Aktuell findet arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung gegen erste Maßnahmen statt, da Betriebsrat nicht rechtzeitig vorab in die geplante Betriebsänderung einbezogen wurde. Auch hier geht es für die Arbeitnehmervertretung um Perspektiven für Beschäftigte und deren materielle Konditionen.

Ansorge in Landau:
Arbeitgeber hat 2019 Anerkennungstarifvertrag gekündigt und versucht neue Arbeitsverträge mit mehr Stundenlohn bei gleichzeitiger Verschlechterung von Urlaubsgeld, Urlaubsdauer, Arbeitszeit und Sonderzahlung abzuschließen. Seitens der IG Metall erfolgte die Aufforderung, einen Anerkennungstarif Galvanik abzuschließen. Bisher weigert der Arbeitgeber sich. Geplant ist eine Betriebsversammlung im Juni, danach sind Warnstreiks zur Durchsetzung der Forderung denkbar.


In vielen weiteren Betrieben finden Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Transformationsfolgen statt. Deutlich wird dabei, dass nur dort, wo Mitbestimmung und Tarifbindung keine Fremdworte sind, gute Arbeitsbedingungen gewährleistet werden können. Zwar schützt eine demokratisch legitimierte Arbeitnehmervertretung nicht vor Veränderungen, jedoch wird eine faire Teilhabe in den damit verbundenen Prozessen sichergestellt. Unsere Tarifverträge schützen und regulieren die Arbeit auf kollektiver Ebene. Dies bringt Vorteile für Beschäftigte und Arbeitgeber.

Für weitere Informationen oder Fragen, stehen wir gern unter unseren neuen Kontaktdaten zur Verfügung.

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